Beim Franz auf'm Hof...

Einen Katzensprung von mir zu Hause aus habe ich meinen zweite Heimat gefunden…
Fast jeden morgen das gleiche Spiel: der Wecker klingelt im Sommer so gegen 6 - also kurz nach Mitternacht - ich bin nämlich ein berüchtigtes Nachtlicht! Nix wie raus aus der Kiste, schnell durchs Bad und dann los auf die Autobahn. Erst mal die Musik laut drehen und allmählich den Kopf in Betrieb setzen. Durchs Dorf um zwei Ecken rum, schon bin ich mitten auf’m Hof.
Kaum ist der Motor abgestellt und die Türe offen, kommen die Katzen aus ihren Verstecken: Hey da bist du ja wieder, du hast uns hoffentlich was Gutes mitgebracht?! Klar, also erst mal Raubtierfütterung. Inzwischen schaut auch der Mülli aus seiner Box, schüttelt den Kopf und denkt sich wahrscheinlich: Oh je, jetzt ist die Eri auch schon wieder da…
Mit ein paar Guttis lässt er sich gerne bestechen, dann gehen wir raus auf den Putzplatz und sind erst mal mit Striegeln, Cremen und Sprühen beschäftigt. Meistens haben wir am Stroblhof ein Date ausgemacht, der Mülli hat so gerne Begleitung. Einmal die Woche gehen wir auf den Platz und lassen uns von Kirsti was Neues beibringen.
Später geht’s zurück Richtung Heimat, da wartet schon der Obstsalat, natürlich mit Hafer garniert. Eine kühle Dusche gibt’s sowieso. Hier treffen wir dann den Franz, an freien Tagen ist die Monika (seine Freundin) mit dabei. Bei schönem Wetter sitzen wir oft noch unterm Baum und erzählen die letzen Neuigkeiten, ein Eis krieg ich manchmal auch noch. Lecker!
Wenn ich Hilfe brauche, ist der Franz immer zur Stelle und um die Pferde kümmert er sich wirklich gut! Auch die Julia ist jeden Tag vor Ort, neue Infos über Mülli und seinen Husten – welche Globulis sind denn aktuell – bekomme ich aus erster Hand. Ich finde, wir alle sind ein Spitzenteam!
Nachdem alles aufgeräumt und erledigt ist, bringe ich den Mülli zum Topi auf die Koppel. Die zwei haben hier das Paradies auf Erden, Koppeln mit Schattenecken, wenn’s richtig heiß ist, eine kühle Box und das Heu und der Hafer schmecken echt gut.

Meine tägliche Urlaubsreise geht zu Ende – Schade! Macht aber nix, weil morgen ist ein neuer Tag und der Wecker klingelt dann wieder um 6 Uhr. Uff!!

Was für ein herrliches Leben…

Text: Eri Reger (Reitbeteiligung)