Gebet eines Pferdes

Gib mir zu fressen, gib mir zu trinken und sorg für mich.
Und wenn des Tages Arbeit getan ist, gib mir Obdach, ein sauberes Lager und eine breite Box.
Sprich zu mir, oft ersetzt mir Deine Stimme die Zügel.
Sei gut zu mir und ich werde Dir freudiger dienen und Dich lieben.
Reiß nicht an den Zügeln, greif nicht zur Peitsche, wenn es aufwärts geht, schlage und stoße mich nicht, wenn ich Dich nicht verstehe - sondern gib mir Zeit, Dich zu verstehen.
Halte mich nicht für ungehorsam, wenn ich Deine Gebote nicht befolge: vielleicht sind Sattelzeug und Hufe nicht in Ordnung.
Prüfe meine Zähne, wenn ich nicht fresse – vielleicht habe ich einen kranken Zahn. Du weißt wie das schmerzt.
Halftere mich nicht zu kurz und kupiere meinen Schweif nicht, er ist meine einzige Waffe gegen Fliegen und Moskitos!
Und am Ende, mein geliebter Herr, wenn ich Dir nicht mehr zu dienen vermag, lass mich nicht hungern oder frieren und verkaufe mich nicht.
Gib mir nicht einen fremden Herrn, der mich langsam zu Tode quält und mich verhungern lässt, sondern sei gütig und bereite mir einen schnellen und barmherzigen Tod.
Und Gott wird es Dir lohnen, hier und in Ewigkeit.
Lass mich dies von Dir erbitten und glaube nicht, dass es mir an Ehrfurcht gebricht, wenn ich es in seinem Namen tue, der in einem Stall geboren ist…

(gefunden in England über einer Stallkrippe...
... und bei Brigitte im Schrank bei uns am Stall!!!)